Sehenswürdigkeiten in Pisa

Pisa
Pisa Via Santa Maria




Überblick

Pisa
Pisa ...Wohnviertel am Arno...



Die meisten Besucher der Stadt Pisa interessieren sich nur für die Piazza dei Miracoli (ital: Platz der Wunder), weil hier die bekanntesten Bauwerke der mittelalterlichen Stadt zu finden sind und wahrscheinlich auch aus Zeitgründen, denn die Besichtigungsbusse bringen die Touristen nach dem Besuch Pisas noch zu anderen Orten in der Toskana. Wenn man sich etwas weiter von diesem Platz entfernt, kann man noch das ursprüngliche Pisa kennen lernen. Ein Gewirr von verwinkelten Gassen, Bars, Restaurants und die typischen im Pisaner Gelb gestrichenen Häuser, Kirchen und Kapellen, Paläste, einen Botanischen Garten, der zu den ältesten seiner Art in Europa zählt, das Wohnhaus von Galileo Galilei und einen Friedhof der jüdischen Gemeinschaft.



Sehenswürdigkeiten

Pisa
Pisa Dom Santa Maria Assunta


Zahlreiche Sehenswürdigkeiten und Museen erwarten Sie in der mittelalterlichen Stadt Pisa. Es wäre viel zu schade, sich beim Besuch der Stadt nur auf die Gebäude am und um den Dom herum zu konzentrieren. Zu den Sehenswürdigkeiten im Einzelnen zählen:

...der Schiefe Turm von Pisa (ital. Torre pendente), der eigentliche Kirchturm (Campanile) vom Dom Santa Maria Assunta;
...der Dom Santa Maria Assunta - die Kathedrale des Erzbistums Pisa;
...das Baptisterium (ital. Battistero di Pisa) - die Taufkirche des Doms in Pisa;
...der Camposanto Monumentale eine Friedhofsanlage in Pisa;
...die Kirche Santa Maria della Spina;
...die Kirche San Paolo a Ripa d’Arno;
...die Kirche Santo Sepolcro - ein Nachbau der Grabeskirche zu Jerusalem;
...die Piazza dei Cavalieri;
...der Botanische Garten - eine Gründung auas dem Jahr 1543;


Museen

Pisa
Pisa Palazzo Blu - Foto: Wikipedia - Autor: Joanbanjo - Lizenz: s.u.


...das Museo dell' opera del duomo, Piazza dei Miracoli - hier werden u. a. die originalen Skulpturen von Nicola Pisano, Giovanni Pisano und Tino di Camaino aus dem Dom sowie der Domschatz ausgestellt;

...das Museo delle sinopie, Piazza dei Miracoli - in dem Museum werden Sinopien von Fresken für den Camposanto Monumentale ausgestellt, darunter Vorzeichnungen von Franceso Traini, Buffalmaco, Benozzo Gozzoli, Andrea di Bonaiuto, Antonio Veneziano, Spinello Aretino;

...das Museo Nazionale di San Matteo, Lungarno/ Piazza San Matteo in Soarta - das Museum enthält eine reiche Sammlung pisanisch-toskanischer Kunst vom 12. bis zum 17. Jahrhundert, darunter ein Polyptichon von Simone Martini, Pisaner Skulptur vom 12. - 14. Jahrhundert, illuminierte Handschriften vom 12. - 14. Jahrhundert, sowie eine umfangreiche Sammlung antiker, Pisaner und orientalischer Keramik;

...der Palazzo Blu, Lungarno Gambacorti 9 - der teils mit originalen Möbeln eingerichtete Palazzo beherbergt die Sammlung der Cassa di Risparmio, Pisa. Einen Schwerpunkt der Sammlung bildet die toskanische Malerei des 14. Jahrhunderts, wie Taddeo di Bartolo, Francesco Neri da Volterra, Agnolo Gaddi und Cecco di Pietro. Gezeigt werden außerdem Bilder von Orazio Gentileschi und dessen Tochter Artemisia, Porträts der Roncioni-Familie von Jean-Baptiste Desmarais (1756 - 1813), Palmiro Bardotti, Giovanni Battista Tempesti (1729–1804), Pietro Benvenuti (1769–1844) und Luigi Gioli (*1854-?);
In der Skulpturensammlung befinden sich u. a. Darstellungen von Christus als Schmerzensmann (Cristo in Pietà) von Nino di Andrea Pisano und von Benedetto Buglioni;
Die Grafik-Sammlung umfasst Objekte vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart, darunter Veduten von Pisa;

...das Museo degli Strumenti per il Calcolo, Via Nicola Pisano 25 - ein Museum zur Geschichte der Informatik und elektronischen Datenverarbeitung. Zu sehen sind auch antike Rechenmaschinen und Werkzeuge früher Wissenschaftler;

...das Museo delle navi antiche di Pisa, Via Ranuccio Bianchi Bandinelli - Museum am Ausgrabungsplatz römischer Schiffe. Ausgegraben wurden Teile der antiken etruskisch-römischen Hafenanlagen, ca. 30 Schiffe aus dem 3. Jh. v. Chr. bis zum 7. Jh. n. Chr., teils mit Ladung;



Pisa - veduta dall'aereo 4

Luftbildaufnahme von Pisa - eingebunden über Wikimedia Commons

Orto e Museo Botanico

Pisa
Pisa Botanischer Garten von Pisa - Foto: Wikipedia - Autor: Laurentius - Lizenz: s.u.


Der Botanische Garten von Pisa wurde zwischen 1543 und 1544 von Cosimo I de 'Medici aufgrund einer Initiative des Botanikers Luca Ghini erbaut. Ghini stammte selbst nicht aus der mittelalterlichen Stadt Pisa. Der Garten ist gleichzeitig auch der älteste botanische Garten Europas und einer der ersten, der mit einer Universitätsumgebung verbunden ist. Da er heute jedoch nicht mehr an der ursprünglichen Stelle ist, steht dieser Rang dem botanischen Garten von Padua zu. Der Garten hatte verschiedene Standpunkte: von der einst ursprünglichen Lage am ArsenaI wechselte er 1563 in die Nähe der Kirche Santa Marta und im Jahr 1591 in die Umgebung der Kirche S. Maria in der Nähe der Piazza dei Miracoli. Im späten 17. Jahrhundert verlor der Botanische Garten von Pisa seine Bedeutung.


Pisa
Pisa Eingangsportal zum Botanischen Garten


Anfang des 18. Jahrhunderts wurde die Fassade des Botanischen Museums im Inneren des Gartens restauriert und mit Muscheln und Korallen verziert. Im Garten befanden sich damals auch das Institut für Botanik (Istituto di Botanica) und ein naturwissenschaftliches Museum. Im Jahr 1814 wurde das Museum vom Garten getrennt. Die Anordnung der Beete und Pflanzen wurde im Laufe der Zeit öfters geändert. Im 19. Jahrhundert erreichte die Anlage einen Umfang von 148 Beeten mit 2000 Pflanzenarten. Die Fläche wurde noch im 19. Jahrhundert auf ca. 3 Hektar erweitert. 1984 kamen die Fakultät für Botanik und der Garten unter die Abteilung Botanik der Universität Pisa. 2006 wurde diese Abteilung aufgelöst und der Garten unter die Abteilung Biologie der Universität gestellt. Das Arboretum geht auf das 19. Jahrhundert zurück. Die zwei ältesten Bäume (Ginkgo biloba und Magnolia grandiflora) stammen aus dem Jahr 1787.



Duomo di Pisa Front Facade 2009

Fassade des Doms zu Pisa - eingebunden über Wikimedia Commons

Armenhaus

Pisa
Pisa Haus der Barmherzigkeit


Das nebenstehende Gebäude in Pisa war einst das Haus der Barmherzigkeit, das bereits im 14. Jahrhundert errichtet wurde. Es wurde gegründet, um Witwen, Waisen und bedürftige Bürger der Stadt zu versorgen. Die elegante Fassade wurde vom flämischen Architekten Pietro Francavilla entworfen. Das Gebäude wurde im späten 16. Jahrhundert auf Geheiß des Erzbischofs Dal Pozzo erbaut. Beeindruckend ist die majestätische Kombination von Stufen und Portal, über dem eine Marmorbüste von Ferdinando I de' Medici thront. Darüber befindet sich ein Balkon in einer Reihe mit fünf französischen Fenstern, wobei über der Balkontür ein runder Fenstergiebel zu sehen ist. Der Innenraum wurde im 18. Jahrhundert von Giovanni Domenico Ferretti gestaltet.


Jüdischer Friedhof

Pisa
Pisa Jüdischer Friedhof - Foto: Wikipedia - Autor: Daniel Ventura - Lizenz: s.u.


Der Jüdische Friedhof in Pisa wurde im Jahre 1674 von Großherzog Ferdinando II. gegründet. Er befindet sich außerhalb der Stadtmauern in der Nähe des Löwentores (Porta del Leone). Auf dem Friedhofsgelände sind einige Grabdenkmäler interessant, die in unterschiedlichen künstlerischen Stilen errichtet worden sind. Unter ihnen befinden sich einige Grabsteine aus dem 17. Jahrhundert, die von einem Vorgängerfriedhof stammen. Dies ist in der Tat nicht der erste jüdische Friedhof, der in Pisa gegründet wurde. Vom 13. Jahrhundert bis in unsere Tage haben die jüdischen Grabstätten oft den Standort gewechselt, lagen aber bis ins 16. Jahrhundert immer in der näheren Umgebung der westlichen Stadtmauern, da sich hier einige Areale im Eigentum der jüdischen Familie Da Pisa befanden.


Video - Italien - Stadt Pisa - Piazza del Duomo



Stadtmauer

Pisa
Pisa Stadtmauer - Löwentor


Die einzigen Spuren der hochmittelalterlichen Siedlung von Pisa (etwa Mitte des 11. Jahrhunderts bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts) sind große Teile der bis in unsere Zeit noch gut erhaltenen Stadtmauer, die ab dem Jahr 1154 bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts errichtet wurde. Jahrhundertelang schützte dieser Mauergürtel mit den Stadttoren die Stadt Pisa vor Angriffen ihrer Feinde und trennte sie vom Umland. Heute ist die Stadtmauer ein Monument der wechselvollen Geschichte der Stadt Pisa und besonders gut zu sehen an der Piazza dei Miracoli. Hier im nordöstlichen Bereich der Stadt liegen die Anfänge der Stadtmauer, die etwa zeitgleich mit dem Bau des Doms errichtet wurde. Im Jahr 1064 wurde auf den Überresten einer etruskischen Kultstätte die neue Kathedrale gebaut. Hier im ersten Abschnitt der Mauer befand sich das große Stadttor, das wegen der Figur über der Mauer als Löwentor (Porta del Leone) bezeichnet wird. Nach dem Bau der Porta Nuova durch die Medici, die den heute üblichen Zugang zum Domplatz darstellt, wurde das Löwentor jedoch geschlossen.


Camposanto Monumentale

Pisa
Pisa Camposanto Monumentale


Die außergewöhnliche Anlage eines Friedhofs befindet sich am nördlichen Abschluss der Piazza dei Miracoli in Pisa mit den zuvor erwähnten Baudenkmälern. Es handelt sich um den Camposanto Monumentale, der sich seit dem Mittelalter an diesem Platz befindet. Die gotische Fassade mit Marmorblendarkaden wirkt wie eine Kulisse. Der Friedhof soll Überlieferungen nach Erde aus dem Heiligen Land enthalten, die Erzbischof Ubaldo de’ Lanfranchi von seiner Reise mit den Kreuzfahrern 1203 mitgebracht haben soll. Das rechteckige Bauwerk wurde 1278 von Giovanni di Simone begonnen, nach der Niederlage bei der Schlacht von Meloria unterbrochen und erst gegen 1358 fertiggestellt. Im Inneren hat der Camposanto die Form eines langgestreckten Kreuzganges mit Rundbogenarkaden, der einen Hof mit grünem Rasen und Zypressen umläuft. Als Begräbnisstätte werden noch immer spätantike Sarkophage im Inneren beherbergt. Sie dienten bereits im Mittelalter den Adligen von Pisa als Gräber und waren anfangs rund um den Dom in Pisa aufgestellt.


Pisa
Pisa Camposanto Monumentale (innen) - Foto: Wikipedia - Autor: Jean-Christophe BENOIST - Lizenz: s.u.


Vor der schweren Zerstörung des Camposanto durch die Bomben der Alliierten Streitkräfte im Zweiten Weltkrieg waren die Wände mit Fresken bemalt. Nach dem Krieg wurden sie mit der a strappo-Technik von den Wänden abgenommen und restauriert. Unter der Putzschicht kamen dabei sogenannte Sinopien der Fresken zum Vorschein, die ebenfalls von den Wänden gelöst wurden und heute im Museo delle Sinopie zu betrachten sind. Dem Florentiner Buonamico Buffalmacco wurde der berühmteste Freskenzyklus, der Episoden vom Triumph des Todes (Trionfo della Morte), aus dem Jüngsten Gericht und dem Leben der Heiligen Eremiten darstellt, zugeschrieben. Heute nimmt die Forschung mehrheitlich, vor allem aus Gründen der Chronologie von Bau und Freskierung, Francesco Traini als Maler an. Das Großgemälde Triumph des Todes gilt als die düsterste Darstellung für den unerbitterlichen Zorn Gottes [2].


Galileo Galilei

Galileo Galilei (1564 - 1642)
Galileo Galilei (1564 - 1642) Maler: Domenico Tintoretto (* 1560 in Venedig; † 17. Mai 1636 ebenda) - Bildquelle: Wikipedia (gemeinfrei)


Ein berühmter Sohn der Stadt Pisa ist der Gelehrte Galileo Galilei. Er war ein italienischer Philosoph, Mathematiker, Physiker und Astronom, der bahnbrechende Entdeckungen auf mehreren Gebieten der Naturwissenschaften machte. Er wurde am 15. Februar 1564 in Pisa geboren. Galilei stammte aus einer verarmten Florentiner Patrizierfamilie. Er wurde als Novize im Kloster der Vallombrosaner erzogen und begann 1580 ein Medizin-Studium in Pisa, das er nach vier Jahren abbrach, um in Florenz Mathematik zu studieren....

Weitere Informationen zu Galileo Galilei, einem der berühmtesten Söhne der Stadt Pisa in der Toskana finden Sie hier....!



Pisa

Pisa
Pisa Campanile der Kirche Santa Maria Assunta (Dom zu Pisa)


Die italienische Stadt Pisa in der Region Toskana ist aufgrund einer Vielzahl von Studenten eine lebendige Stadt. Sie liegt in der Nähe der Mündung des Arno in die Ligurische See. Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit war Pisa zudem ein mächtiger Stadtstaat (Republik). Die Stadt ist gleichzeitig die Hauptstadt der Provinz Pisa und hat etwa 87.000 Einwohner. Das in aller Welt bekannte Wahrzeichen der Stadt ist der sogenannte "Schiefe Turm von Pisa"- der Campanile der Kirche (Dom zu Pisa). Neben einer großen Universität haben auch die....

Weitere Informationen zur Stadt Pisa in der Toskana in Italien finden Sie hier....!


Region Toskana

Region Toskana
Region Toskana ....toskanische Landschaft...


Die Toskana - allein der Name dieser beliebten italienischen Region zaubert bei vielen ein Lächeln ins Gesicht. Vielleicht ist es auch eine geheime Sehnsucht nach einem Ort, der Ruhe und Frieden ausstrahlt. Wir sehen in Gedanken liebliche Landschaftsbilder, mit sanften Zypressen bestandenen Hügeln in mildem Sonnenlicht, zahlreiche Kunststädte mit Museen voll von den kunsthistorisch bedeutendsten Werken und eine besondere Lebensart. Kultur und Lebensart verbinden sich in der Toskana auf allerhöchste Weise und machen den speziellen Charme dieser Region aus.

Weitere Informationen zur Landschaft Toskana in Italien finden Sie hier....!


Quellennachweis:


1.: Die Informationen zur Stadt Pisa und den Bauwerken basieren auf dem Artikel Pisa (Stand vom 17.11.2007) und stammen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz [34 KB] für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. Die Fotos "Camposanto Monumentale (innen) - Autor: Jean-Christophe BENOIST" - "Botanischer Garten von Pisa - Autor: Laurentius" - "Palazzo Blu - Autor: Joanbanjo" - "Jüdischer Friedhof - Autor: Daniel Ventura" sind lizenziert unter der Creative Commons "Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported", deren Bedingungen Sie hier einsehen können.

2.: Die Informationen zum Camposanto Monumentale in Pisa stammen aus der Wikipedia, zuletzt abgerufen am 28.02.2017!


Fotos Sehenswürdigkeiten in Pisa



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