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San Gimignano

San Gimignano
San Gimignano Skyline der Kleinstadt mit den berühmten Türmen




Überblick

San Gimignano
San Gimignano Piazza della Cisterna



Die Stadt San Gimignano befindet sich in Italien, genauer gesagt in der Provinz Siena und besitzt etwa 7700 Einwohner. Die Kleinstadt gehört zur Region Toskana und liegt auf einer Höhe von 324 Meter. Die italienische Kleinstadt besitzt einen mittelalterlichen Stadtkern. San Gimignano wird auch gern "Mittelalterliches Manhattan" oder die „Stadt der Türme“ genannt. Diese Bezeichnung wird von den sogenannten Geschlechtertürmen abgeleitet, die heute zum Weltkulturerbe der UNESCO zählen. Sie gehört neben Florenz, Siena und Pisa zu den von Touristen meistbesuchten Zielen in der Toskana.


San Gimignano
San Gimignano ...mittelalterlicher Stadtkern....


Auch der historische Stadtkern gehört seit dem Jahr 1990 zum Weltkulturerbe der UNESCO. San Gimignano besitzt noch einige der mittelalterlichen Geschlechtertürme, die in anderen Städten nur als Stümpfe erhalten blieben. Im Mittelalter versuchten die Patrizierfamilien, sich in der Höhe ihres Geschlechterturmes zu übertreffen, obwohl ein luxuriöses Leben in diesen nicht möglich war. Von den einst 72 Geschlechtertürmen existieren in San Gimignano heute noch 15. Die beiden höchsten, der Torre Grossa aus dem Jahr 1311 und der Torre della Rognosa, weisen eine Höhe von 54 bzw. 51 Metern auf. Zu den Ortsteilen gehören Badia a Elmi, Castel San Gimignano, Pancole, Santa Lucia und Ulignano.


Geschichte

San Gimignano
San Gimignano Impressionen - Bildquelle: Wikipedia (gemeinfrei)


Größter Ortsteil ist Ulignano mit ca. 690 Einwohnern. Die Nachbargemeinden sind Barberino Val d’Elsa, Certaldo, Colle di Val d’Elsa, Gambassi Terme, Poggibonsi und Volterra. San Gimignano soll bereits um 300 bis 200 v. Chr. von den Etruskern besiedelt worden sein. Das Bestehen als Stadt begann im 10. Jahrhundert. Ihren Namen erhielt die Stadt von dem heiligen Bischof von Modena, San Gimignano. Es heißt, er habe das Dorf vor den barbarischen Horden des Totila geschützt. Diese Stadt verdankt ihre Existenz der Via Francigena (Frankenstraße). Auf diesem Hauptverkehrsweg des mittelalterlichen Italiens zogen Händler und Pilger vom Norden nach Rom.



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San Gimignano - Blick von der Burgruine über die nördliche Altstadt, im Hintergrund die Kirche Sant'Agostino


San Gimignano
San Gimignano Porta San Giovanni am Südende der Altstadt


Der Ort bildete sich als Marktstätte zwischen dem frühmittelalterlichen Castello und der Pieve, dem Vorgängerbau der Collegiata. Ein erster Mauerkreis wurde Ende des 10. oder Anfang des 11. Jahrhunderts angelegt. Dessen Verlauf markieren drei noch erhaltene Stadttore, im Norden der Arco della Cancelleria, im Osten die Porta Santo Stefano und im Süden der Arco dei Becci. Vom 11. Jahrhundert an dehnte sich das Stadtgebiet entlang der Frankenstraße in nördlicher und südlicher Richtung aus. An die Existenz des früheren Castello erinnern die Via di Castello, eine der ältesten Straßen, und die Kirche von San Lorenzo, die bei der Zugbrücke lag.


San Gimignano
San Gimignano Impressionen


Seit mindestens dem Jahr 929 gehörte das Kastell den Bischöfen von Volterra. Diese Bischöfe waren es auch, die die Herrschaft über die sich ausdehnende Stadt ausübten. Erst 1199 gelang es den von den Bürgern gewählten Konsuln, Verträge ohne die Zustimmung des Bischofs zu unterzeichnen. San Gimignano war nie Bischofssitz und gehörte nur zum kirchlichen Verwaltungsbezirk der Diözese Volterra und erlangte somit auch keine Stadtrechte. Trotzdem verlief die politische Entwicklung der Landkommune in ähnlichen Schritten wie die der großen Städte. Die Regierung der Konsuln wurde durch den Podestà (ein gewählter Administrator) abgelöst. Diesem standen ein kleiner und ein großer Rat zur Seite. Dem großen Rat gehörte eine bemerkenswert hohe Zahl von 1200 Mitgliedern an, obwohl San Gimignano nur 6000 Einwohner hatte.


San Gimignano
San Gimignano Brunnen auf der Piazza della Cisterna


Die freie Kommune stritt bis ins 14. Jahrhundert mit den Bischöfen von Volterra in langjährigen Kriegen um Besitzrechte. Sie musste gegen die Nachbarorte Castelfiorentino, gegen Colle und Poggibonsi zu Felde ziehen und nahm auf der Seite des guelfischen Florenz an den großen Machtkämpfen des 13. Jahrhunderts teil. Auch innerhalb der Stadtmauern setzten sich die Kämpfe zwischen Guelfen (Welfen) und Ghibellinen (Waiblinger) fort. Es kam zu blutigen Familienfehden zwischen den Familien der Salvucci (Ghibellinen) und der Ardinghelli (Guelfen). Im Mai 1300 hielt sich Dante Alighieri in diplomatischer Mission in San Gimignano auf.




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San Gimignano Bastion „San Francesco“ am Südende der Altstadt


Vom 15. Juni bis 15. August 1300 amtierte er als eines von sechs Mitgliedern des Priorats, dem höchsten Gremium der Stadt. Im Jahre 1319 versuchte er in seiner Funktion als führender Florentiner Politiker vergeblich, die verfeindeten Parteien zu versöhnen. Eine Kommune wie San Gimignano konnte sich im 14. Jahrhundert nicht mehr neben den Großmächten behaupten. Im Jahre 1348 wurde die Stadt neben den Kriegsverlusten und Familienfehden durch die Pest stark geschwächt. Vier Jahre später im Jahre 1352 begab sich die Stadt unter den Schutz von Florenz. Die Blütezeit der Stadt dauerte 160 Jahre an, ihr Wohlstand beruhte auf Handel und dem Anbau von Safran, mit dem man Seidenstoffe färbte.


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San Gimignano Impressionen


Die Frankenstraße verlor im Spätmittelalter allmählich an Bedeutung, weil der Handel die bequemeren Wege durch die weitgehend trockengelegten Sümpfe der Ebenen vorzog. Die Stadt, die einst Gesetze gegen übertriebenen Luxus erlassen hatte, verarmte. In San Gimignano ist die Zeit im Jahr 1563 stehen geblieben. Der erste der toskanischen Großherzöge, Cosimo I. de’ Medici, entschied, es dürfen „auch keine geringen Summen“ mehr in diese Stadt investiert werden. Das musste akzeptiert werden, und so ist San Gimignano geblieben, wie es damals war. Heute lebt die Stadt großenteils von ihrer pittoresken Sehenswürdigkeit, die ihr zehntausende von Touristen pro Jahr verschafft [1].


Video San Gimignano



Region Toskana

Region Toskana
Region Toskana ....toskanische Landschaft...


Die Toskana - allein der Name dieser beliebten italienischen Region zaubert bei vielen ein Lächeln ins Gesicht. Vielleicht ist es auch eine geheime Sehnsucht nach einem Ort, der Ruhe und Frieden ausstrahlt. Wir sehen in Gedanken liebliche Landschaftsbilder, mit sanften Zypressen bestandenen Hügeln in mildem Sonnenlicht, zahlreiche Kunststädte mit Museen voll von den kunsthistorisch bedeutendsten Werken und eine besondere Lebensart. Kultur und Lebensart verbinden sich in der Toskana auf allerhöchste Weise und machen den speziellen Charme dieser Region aus.

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Quellennachweis:


1.: Die Informationen zur Stadt San Gimignano basieren auf dem Artikel San Gimignano (Stand vom 12.11.2012) und stammen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz [34 KB] für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.



Fotos aus San Gimignano



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