Porta Asinaria

Rom - Porta Asinaria
Rom - Porta Asinaria Ansicht von außen




Übersicht

Rom - Porta Asinaria
Rom - Porta Asinaria Ansicht von Iinnen



Direkt neben der Porta San Giovanni in einer Entfernung von etwa 50 m befindet sich das wesentlich ältere Tor in der Aurelianischen Mauer - die Porta Asinaria. Die Porta Asinaria ist ein Tor in der zwischen 271 und 275 n. Chr. erbauten Aurelianischen Mauer in Rom. Es war in der Antike Ausgangspunkt der Via Asinaria, einer Verbindung zur Via Appia und zur Via Ardeatina. Das Tor war ursprünglich nur eines der kleineren, turmlosen Torbauten in der Aurelianischen Mauer. Allerdings befanden sich zwei quadratische Türme in der Nähe. Wohl erst unter Papst Honorius (384 - 423) wurde es zu einem richtigen Tor ausgebaut, erhielt zwei halbrunde Türme zu seinen Seiten und einen inneren Torhof.




Rom - Porta Asinaria
Rom - Porta Asinaria Ansicht von außen in der Renovierungsphase


Der bogenförmige Durchgang wurde verbreitert, darüber eine Geschützkammer mit fünf Bogenfenstern eingebaut. Die Fassade des Torbaus selbst wurde mit Travertin verkleidet. Vermutlich bezog das Tor seine gestiegene Bedeutung durch die Nähe des Lateranpalastes. Nach den Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen war es das einzige Tor Roms, das vier Türme besaß. Durch die Porta Asinaria drangen im Jahr 546 die Ostgoten unter ihrem Anführer Totila in die Stadt ein und verwüsteten sie. 1084 nutzte Robert Guiskard sie als Einfallstor, um die Stadt nach dem gescheiterten Versuch, seinen Lehnsherrn Gregor VII. als Papst wieder einzusetzen, zu plündern und niederzubrennen.


Porta Asinaria - Geschichte

Rom - Porta Asinaria
Rom - Porta Asinaria Ansicht der Fassade des Stadttores von innen - Foto: Wikipedia (Public domain)


Das Tor wurde nach erheblichem Geländeanstieg, der seine Benutzung zunehmend unmöglich machte, erstmals vorübergehend im Jahr 1408, endgültig dann im Jahr 1574 geschlossen, als es unter Gregor XIII. (1502 - 1585) durch die neu gebaute und nur wenige Meter entfernte Porta San Giovanni ersetzt wurde. Die Porta Asinaria wurde im südöstlichen Teil der Aurelianischen Mauern (271 - 275) errichtet. Die Nebenstraße - Via Asinaria - die durch das Tor führte, war wahrscheinlich mit dem Familienbesitz der Asinii verbunden. Ursprünglich bestand das Tor aus einem einzigen Bogen, der zwischen zwei quadratischen Türmen geöffnet war. Zu Ehren des Papstes Honorius (401 - 403) wurde der einfache Durchgang zu einem monumentalen Tor, einem der wichtigsten Haupteingänge der Stadt, erweitert.


Rom - Porta Asinaria
Rom - Porta Asinaria Tor von Innen


Dies kam auch dem benachbarten Laterankomplex zu Gute. Zwei imposante zylindrische Türme flankierten das jetzt doppelt so hohe Tor, während die angrenzenden quadratischen Türme die neuen Treppen schützten. Das Stadttor wurde auf 3 Stockwerke und die Türme um ein Stockwerk erhöht. Der Innenraum der Mauern am Tor wurde mit einem Aussichtspunkt verschlossen, der mit einem weiteren Tor zur Stadt versehen war. Seit dem Mittelalter war das Tor als Porta Lateranensis, Porta Sancti Johannis Laterani oder Porta de Laterano bekannt. Es hat jahrhundertelang eine Verteidigungsfunktion bewahrt und viele strukturelle Anpassungen entsprechend der Entwicklung der Kriegsführung erfahren.




Rom - Porta Asinaria
Rom - Porta Asinaria Außenansicht des Tores


Nach der Reglementierung der Wasserleitung Aqua Mariana durch Papst Calixtus II. (1060 - 1124) im Jahr 1122 bildete sich am Tor ein großer Teich; rundherum entstanden einige Wassermühlen (St. Johannes Mühle) und sogar Weinbau wurde betrieben. Die Straße Via Asinaria wurde über eine kleine Brücke, die den Bach überquerte, geführt. Im Laufe der Zeit wurde die Straße aus natürlichen Gründen und aufgrund der Stadtplanung für das Wachstum in diesem Bereich Roms nicht mehr genutzt. Das Tor wurde schließlich unter Papst Pius IV. (1559 - 1565) gesperrt, als der größte Teil seiner Travertinverkleidung entfernt wurde. Einige Jahre später (1575) ersetzte das monumentale Tor San Giovanni die alte Mauerkreuzung. Die verlassene und halb begrabene Porta Asinaria wurde Teil der Vorstadtlandschaft und diente bis zum 19. Jahrhundert als strukturelle Unterstützung der hier entstehenden Neubauten.


Rom - Porta Asinaria
Rom - Porta Asinaria ...das Tor während der Restaurierungsphase... - Foto: Wikipedia (gemeinfrei)


Literarische Quellen verbinden die Porta Asinaria mit den siegreichen Kriegsführern und den feindlichen Armeen, die sie im Laufe der Jahrhunderte durchquerten. Laut Procopius von Cäsarea führte im Gotischen Krieg (535 - 553) der byzantinische General Belisarius dort die kaiserliche Armee an, aber nur wenige Jahre später betrat sein gotischer Feind Totila mit seinen Soldaten die Stadt durch denselben Durchgang der Porta Asinaria. Im Mittelalter (1082) wurde das Tor teilweise zerstört von den Normannen des Robert Guiscard, behielt aber seine Funktion als eines der wichtigsten Stadttore zumindest bis zum 15. Jahrhundert bei, als der König Ladislaus von Neapel es für seinen Einzug in Rom (1404) wählte. Mittlerweile ist die Porta Asinaria umfassend saniert und restauriert worden.


Porta San Giovanni

Rom - Porta San Giovanni
Rom - Porta San Giovanni Außenansicht


Die Porta San Giovanni befindet sich in zentraler Lage in Rom in unmittelbarer Nähe der Basilika San Giovanni in Laterano. Sie gehört als Stadttor zur Aurelianischen Mauer und ist bis heute sehr gut erhalten. Das Tor steht an einem zentralen Platz in Rom, denn hier beginnen einige wichtige Straßen wie z.B. die Viale Carlo Felice, die Viale Castrense, Via la Spezia, Via Taranto, Via Magna Grecia, Via Emanuele Filiberto und die Via Appia Nuova für Freunde des Konsums. Mehrere große Plätze befinden sich auf der West- und Ostseite des Tores u.a. die Piazzale Appio. Weiterhin hält die Metro Linea A an der 1980 eröffneten Station San Giovanni. Hier können Sie das Stadttor und die umgebenden Stadtmauern in Augenschein nehmen und später die Basilika San Giovanni in Laterano und die Heilige Stiege (Treppe - Scala Santa) mit der Kapelle Sancta Sanctorum besichtigen.


Video Stadt Rom - Via Appia Antica



Kirche Domine Quo Vadis

Rom - Via Appia Antica
Rom - Via Appia Antica Chiesa Domine Quo Vadis


Dieses kirchliche Bauwerk finden Sie direkt am Anfang der weltberühmten Straße Via Appia Antica und es steht in einer durchaus grünen Umgebung, wenn da nicht die enge Straße wäre, die manchmal sehr stark vom Autoverkehr frequentiert wird. Die Kirche Domine Quo Vadis ist wegen eines Zitats aus einer Legende bekannt, heißt aber eigentlich Santa Maria in Palmis. Es handelt sich um eine hübsche kleine Kirche aus dem 9. Jahrhundert, die mehrfach restauriert wurde, vor allem im 17. Jahrhundert, als man die schlichte und nüchterne Fassade erneuerte....

Weitere Informationen zur Kirche Domine Quo Vadis in Rom an der Via Appia Antica finden Sie hier....!


Via Appia Antica

Rom - Via Appia Antica
Rom - Via Appia Antica Bildquelle: Wikipedia (gemeinfrei)


Die Via Appia wurde von Appius Claudius Ceacus ca. 312 v. Chr. gebaut. Er hatte auch die nach ihm benannte erste Wasserleitung in die Stadt anlegen lassen. Sie war die erste Straße, die nach einer Person und nicht wie bisher nach ihrer Funktion (wie die Via Salaria - die Salzstraße) benannt wurde. Die Via Appia Antica war die Hauptstrecke nach Griechenland und über 560 Kilometer lang. Sie war stabil gebaut und mit Meilensteinen versehen. Die heute noch erhaltenen Teile der Pflasterung bestehen aus großen hexagonalen Blöcken aus Lavagestein, die auf einem festen Fundament ruhen und mit Zement verstärkt sind....

Weitere Informationen zur Via Appia Antica in Rom und Mittelitalien finden Sie hier....!


Wichtige Links:



Quellenangabe:


1.: Die Informationen zur Geschichte der Porta Asinaria innerhalb der Aurelianischen Mauer basieren auf dem Artikel Porta Asinaria (Stand vom 10.04.2018) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz [34 KB] für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.


Fotos Porta Asinaria


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