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Quirinal

Rom - Quirinal-Hügel
Rom - Quirinal-Hügel Palazzo del Quirinale (Quirinalspalast), Amtssitz des italienischen Staatspräsidenten



Überblick

Rom - Quirinal-Hügel
Rom - Quirinal-Hügel Piazza del Quirinale - Brunnenanlage mit antiken Becken, Obelisk und den Statuen Castor und Pollux



Einer der sieben Hügel Roms ist der Quirinal mit einer wunderbaren Aussicht über die Stadt Rom. Seinen Namen verdankt er einem antiken Quirinius-Tempel, der sich einst an dieser Stelle befand. In der Mitte des Platzes stehen an der Basis eines Obelisken die zwei Statuen des Castor und Pollux, die einst von den Konstantins-Thermen hierhin verbracht wurden. Der Quirinalspalast ist ein Gemeinschaftswerk mehrer Architekten wie z. B. Domenico Fontana, Carlo Maderno und Gian Lorenzo Bernini. Er wurde in den Jahren 1574 bis 1735 errichtet. Der Palazzo del Quirinale war früher die Sommerresidenz der Päpste und später die Residenz der italienischen Könige. Heute dient der Palast als Amtssitz des italienischen Staatspräsidenten.




Quirinal-Hügel

Rom - Quirinal-Hügel
Rom - Quirinal-Hügel Palazzo del Quirinale, Rom - Bildquelle: Wikipedia (gemeinfrei)


Der Quirinal (lat.: Collis Quirinalis - ital.: Colle Quirinale) ist, wie zuvor erwähnt, einer der sieben Hügel des klassischen Roms. Die maximale Höhe des Quirinal beträgt etwa 57 m. Zusammen mit dem benachbarten Viminal bildete er die Tribus Collina; in augusteischer Zeit wurden die beiden Hügel Teil der 6. Region (Alta Semita). Zentraler Platz am Quirinal ist die an den Palazzo del Quirinale angrenzende Piazza del Quirinale. Der Sage nach befand sich auf dem Quirinal eine Siedlung der Sabiner, in der König Titus Tatius nach dem Frieden zwischen Römern und Sabinern lebte. Die Sabiner hatten hier Altäre zu Ehren ihres Gottes Quirinus errichtet, die dem Hügel den Namen gaben.


Quirinalspalast

Rom - Quirinal-Hügel
Rom - Quirinal-Hügel Quirinalspalast


Hier befand sich einst ein altes Villenviertel der römischen Oberschicht. Die Prachtvillen entstanden hier, weil die Luft auf der Anhöhe gesünder war als im damals sehr sumpfigen Tibertal. Aus römischer Zeit stammen noch die monumentalen Plastiken der Dioskuren, Castor und Pollux. Außer dem Tempel für Salus befand sich auf dem Hügel ein Tempel des Serapis sowie ein Tempel der Fortuna Euelpis. In ausgesprochen dominanter Weise ist der Hügel geprägt vom Quirinalspalast aus dem 16. Jahrhundert, der ehemaligen Sommerresidenz der Päpste, die später bis 1946 Residenz der italienischen Könige war und heute als Amtssitz des Staatspräsidenten dient.


Rom - Quirinal-Hügel
Rom - Quirinal-Hügel Palazzo del Quirinale


Deshalb wurde die Bezeichnung Quirinal auch als Synonym für die italienische Regierung verwendet. Die ausländischen Botschafter waren am „Quirinal“, was eine Unterscheidung zum Vatikan klarstellt. In den Jahren 1658 bis 1670 erbaute Gian Lorenzo Bernini hier die Kirche Sant’Andrea al Quirinale. Der Barockstil ist eigentümlich verwirklicht, denn die Kirche präsentiert im Grundriss einen quergestellten Ovalbau, was bedeutet, dass die Achse vom Altar zum Eingang die kürzere ist. Auch die Kuppel ist oval. Die Innenausstattung der Kirche wirkt sehr elegant durch die Farbgebung in hellem Altrosa, Hellgrau, Weiß und Gold.



Palazzo Pontificio sul Quirinale detto Monte Cavallo by Alessandro Specchi (1699)

Palazzo Pontificio sul Quirinale detto Monte Cavallo by Alessandro Specchi (1699) - eingebunden über Commons Wikimedia


Palazzo Barberini

Rom - Palazzo Barberini
Rom - Palazzo Barberini Galleria Nazionale d’Arte Antica


In der westlichen Verlängerung zur Piazza Barberini liegt der Palazzo Barberini mit einem Teil des bedeutenden Kunstmuseums „Galleria Nazionale d’Arte Antica“ (Nationalgalerie Antiker Kunst) und des Istituto Italiano di Numismatica (Italienisches Institut für Numismatik). Der Palazzo liegt am Nordabhang des Quirinalshügels ca. 50 Meter südöstlich von der Piazza Barberini. Der Zugang befindet sich an der Via Quattro Fontane. Der Palast wurde in den Jahren 1627 – 1638 im Stil des Barock erbaut. Auftraggeber waren die beiden Neffen von Papst Urban VIII. (1568 - 1644), Taddeo Barberini, der Fürst von Palestrina, und sein Bruder, der Kardinalnepot Francesco Barberini. Als Architekt war zuerst Carlo Maderno tätig, nach dessen Tod 1629 übernahm Gian Lorenzo Bernini die Bauleitung. An den Arbeiten war ebenfalls Francesco Borromini beteiligt, der u. a. die spiralförmige Treppe im Südflügel entworfen hat.


Palazzo della Sacra Consulta

Rom - Quirinal-Hügel
Rom - Quirinal-Hügel Palazzo della Consulta - Verfassungsgerichtshof


Auch die Nationalkirche der Katholiken der Vereinigten Staaten von Amerika befindet sich auf dem Quirinal. Sie ist der heiligen Susanna geweiht und steht am Orte ihres Martyriums. Die Kirche gehört zum Kloster der Zisterzienserinnen. Der Palazzo auf der rechten Seite der Piazza del Quirinale (südlich des Präsidentenpalastes) ist der Palazzo della Sacra Consulta, ursprünglich eine Villa auf den Ruinen der Thermen des Kaisers Konstantin. Das Gebäude wurde von Papst Sixtus V. (1521 - 1590) als Zivil- und Strafgericht adaptiert. Die heutige Fassade wurde 1732 - 1734 vom Architekten Ferdinando Fuga im Auftrag von Papst Clemens XII. (1652 - 1740) ausgeführt. Der Palazzo beherbergte früher Mussolinis Ministerium für Kolonialangelegenheiten. [1]


Kirche Sant’Andrea al Quirinale

Rom - Quirinal-Hügel
Rom - Quirinal-Hügel Kirche Sant’Andrea al Quirinale


Die Chiesa di Sant’Andrea al Quirinale ist eine Kirche in Rom und befindet sich auf dem Quirinal-Hügel in der Via del Quirinale. Sant’Andrea al Quirinale (lat.: Sancti Andreae in Quirinali) wurde nach den Plänen von Gian Lorenzo Bernini von 1658 – 1670 von dessen Assistenten Mattia de Rossi ausgeführt. Auftraggeber war Kardinal Camillo Pamphilj, ein Neffe von Papst Innozenz X. (1574 - 1655). Die Kirche wurde 1678 geweiht und trägt das Patrozinium des Heiligen Andreas. Sie ist Titelkirche von Odilo Pedro Kardinal Scherer und Rektoratskirche der Pfarrei San Vitale. Da der Bauplatz für die Jesuitenkirche, die dem Apostel Andreas geweiht ist, zwar breit, aber nicht tief war, wählte Bernini als Grundriss ein Oval, das den Blick des Betrachters im Halbkreis zu der dem Portal gegenüber liegenden Altarnische führen sollte.


Rom - Quirinal-Hügel
Rom - Quirinal-Hügel Kirche Sant’Andrea al Quirinale - Portal


Hierfür bediente sich Bernini einer Kombination verschiedener Kunstelemente, die in ihrem Zusammenwirken ein eindrucksvolles Ensemble bilden. So verband er das Altarbild, die Skulptur des Andreas und die Laterne der Kirche, die den Heiligen Geist zeigt, optisch durch Blicke und Bewegungen: der am Kreuz hängende heilige Andreas des Altarbildes blickt zu seiner eigenen Stuckversion auf, die himmelwärts auffährt. Der mit rosafarbenem Marmor verzierte Kirchenraum wird durch kannelierte Pilaster im korinthischen Stil gegliedert, Engel und Putten in Stuckarbeit schmücken die Oberlichter des Kirchenraums. 1568 verstarb in dem benachbarten Jesuitenkloster der 19-jährige heilige Stanislaus Kostka, der Novize des Ordens war. Ein marmornes Denkmal von Pierre Legros gedenkt des Heiligen. Die Kirche diente in den Jahren 1870 – 1946 als die Hofkirche des italienischen Königshauses; sie gilt gegenwärtig als eine der bevorzugten Hochzeitskirchen. [2]


Chiesa San Carlo alle Quattro Fontane

Rom - Quirinal-Hügel
Rom - Quirinal-Hügel Chiesa San Carlo alle Quattro Fontane mit dem Tiberbrunnen auf der Ecke


Die Chiesa San Carlo alle Quattro Fontane ist eine Kirche auf dem Quirinal-Hügel in Rom. Von den Römern wird die kleine Kirche auch liebevoll San Carlino genannt. Ihren Beinamen verdankt sie den Vier Brunnen an den Ecken der Kreuzung von Via Quirinale und Via delle Quattro Fontane, an der sie steht. Reiseführer heben gerne die Tatsache hervor, dass der kleine Bau in einen der Vierungspfeiler von Sankt Peter hineinpassen würde. Die Kirche San Carlo alle Quattro Fontane wurde von 1638 bis 1677 erbaut und gilt als ein Hauptwerk von Francesco Borromini (1599 – 1667). Sie ist dem 1610 heiliggesprochenen Mailänder Kardinal und Kirchenreformer Carlo Borromeo und der Heiligen Trinität geweiht. Sie dient als Kirche der Spanischen Trinitarier, deren Konvent, Convento della Santissima Trinità, ebenfalls Borromini errichtete. Der Komplex wurde zum 400. Geburtstag Borrominis 1999 umfassend restauriert.


Vier Brunnen-Anlage

Rom - Quirinal-Hügel
Rom - Quirinal-Hügel Vier Brunnen-Anlage - Göttin Diana


Die Vier Brunnen (ital.: Le Quattro Fontane) ist eine im Jahr 1588 errichtete barocke Brunnenanlage in Rom. Sie besteht aus vier Einzelbrunnen aus Marmor (Tiber-, Juno-, Diana- und Arnobrunnen), die sich an den Ecken der Kreuzung der Via Quirinale und der Via delle Quattro Fontane auf dem Scheitel des Quirinalshügels befinden. Die Chiesa San Carlo alle Quattro Fontane ist mit ihrer Kreuzungsecke Bestandteil der Vier Brunnen-Anlage, die die Flussgötter Tiber und Arno sowie die Göttinnen Juno und Diana darstellen. Die Vier Brunnen wurden 1588 von Domenico Fontana (1543 – 1607) und Pietro da Cortona (1596 – 1669) im Auftrag von Papst Sixtus V. (1585 – 1590) erbaut. Mit der marmornen Brunnenanlage sollte die stadtplanerisch markante Straßenkreuzung auf dem Quirinalhügel aufgewertet werden. Als Brunnenfiguren wurden vier Gottheiten gewählt, nämlich die Flussgötter von Arno und Tiber sowie die Göttinnen aus der römischen Mythologie Diana und Juno. Die Figuren sind alle am Boden liegend, aber halb aufgerichtet auf einen Arm gestützt dargestellt.


Video Stadt Rom - Chiesa Sant'Onofrio al Gianicolo



Gianicolo Hügel

Rom - Gianicolo
Rom - Gianicolo Büsten von Persönlichkeiten des italienischen Freiheitskampfes


Wenn Sie nach einer anstrengenden Besichtigungstour mal in der Nähe des Vatikans eine Pause im Grünen einlegen wollen, empfiehlt sich ein Spaziergang zum Gianicolo, einem grünen Bezirk im Nordwesten des Vatikans. Der Gianicolo (lat.: Ianiculum) ist ein Hügel in Rom, der sich vom Stadtteil Trastevere entlang des rechten Tiberufers bis zur Vatikanstadt entlang streckt. Der nordwestliche Teil des Hügels ist im exterritorialen Besitz des Heiligen Stuhl. Er zählt nicht zu den sieben eigentlichen Hügeln Roms....

Weitere Informationen zum Gianicolo-Hügel in Rom finden Sie hier....!


Aventin-Hügel

Rom - Aventin
Rom - Aventin Aventin-Hügel - Blick auf den Campanile der Kirche Santi Bonifacio e Alessio


Der Aventin (ital.: Monte Aventino) ist der südlichste der sieben Hügel, auf denen das antike Rom einst erbaut war. Er besteht aus zwei Erhebungen, die zu Ripa, dem heutigen zwölften Rione (Stadtteil) Roms, gehören. Nach antiken etymologischen Ableitungen soll der Hügel entweder nach den Vögeln (lateinisch Aves) benannt worden sein oder nach dem mythischen König Aventinus Silvius von Alba Longa oder nach dem König Aventinus der Aboriginer, die beide auf dem Hügel....

Weitere Informationen zum Aventin-Hügel in Rom finden Sie hier....!


Wichtige Links:



Quellenangabe:

Rom - Quirinal-Hügel
Rom - Quirinal-Hügel Brunnenanlage auf der Piazza del Quirinale


1.: Die Informationen zum Quirinal-Hügel in Rom basieren auf dem Artikel Quirinal (Stand vom 30.04.2018) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz [34 KB] für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

2.: Informationen zur Kirche Sant’Andrea al Quirinale in Rom stammen aus der Wikipedia, zuletzt abgerufen am 21.07.2020!

Das Foto "Teaserfoto: Piazza del Quirinale panorama - Foto: Grenouille vert" wird unter den Bedingungen der Creative Commons "Attribution 2.0" „Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 UnportedLizenz veröffentlicht.


Fotos vom Quirinal-Hügel


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